Verfahrenskostenhilfe (VKH)

Wenn Sie nach Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht in der Lage sein sollten, die Kosten für das Scheidungsverfahren aufzubringen, prüfen wir mit Ihnen zusammen, ob Ihnen VKH von Seiten des Gerichts bewilligt werden wird. Die Bewilligung kann zum einen so aussehen, dass Sie gar keine Gerichts- und Anwaltskosten zu tragen haben oder zum anderen, Ihnen Ratenzahlung für die anfallenden Kosten von Seiten des Familiengerichts bewilligt wird.

Grob überschlagen sieht eine solche Prüfung wie folgt aus:
Nettoeinkommen ? €
+ Kindes- und Ehegattenunterhalt ? €
+ Kindergeld (? X 194,00 €) ? €
+ Wohngeld ? €
+ Mietzinseinnahmen ? €
+ Kapitalzinseinnahmen ? €
+ anderweitige Einkünfte ? €
Summe ? €
Abzüge:
Freibetrag für Sie selbst 481,00 €
Freibetrag für Kinder bis 5 Jahre 275,00 €
Freibetrag für Kinder bis 13 Jahre 399,00 €
Freibetrag für Kinder bis 18 Jahre 364,00 €
für jede weitere erwachsene Person in Ihrem Haushalt (auch Kinder) 383,00 €
Erwerbstätigenbonus 219,00 €
Alleinerziehenden-Zuschlag 140,00 €
Fahrtkosten zur Arbeitsstelle (0,30 € pro gefahrenem km)
Mietkosten einschließlich Nebenkosten ? €
Kreditraten ? €
Restsumme ? €

 

Wenn danach von der Einkommenssumme nichts mehr übrig bleibt, werden Sie VKH ohne Ratenzahlung gewährt bekommen.

Wenn doch, wird die Hälfte des übersteigenden Betrages Ihnen als Ratenzahlung auferlegt werden. Sie brauchen maximal nur 48 Monate lang Raten zu zahlen oder – wenn zuvor die Höhe der Gerichts- und Anwaltskosten erreicht ist – nur diese.

Bitte bringen Sie zur Besprechung Belege zu Ihrem Einkommen und Ihren Ausgaben, wie oben ausgeführt, mit und wir können zusammen direkt Ihre Berechtigung überprüfen.

In jedem Fall der Verbesserung Ihrer Einkommensverhältnisse (100,00 € Bruttoeinkommen auf Dauer) müssen Sie dies von sich aus dem Familiengericht mitteilen. Auch wenn Belastungen, die Sie bislang aufgeführt hatten, entfallen sind, führt dies auch zu einer Einkommensverbesserung.

Auch wenn Sie z. B. durch den Prozess, sei es Unterhalts- oder Zugewinnausgleichsverfahren etwas erlangen, was zu einer wirtschaftlichen wesentlichen Verbesserung beiträgt, kann dies dazu führen, dass Sie Prozesskosten aus dieser Summe zu zahlen haben.

Längstens 4 Jahre nach dem abgeschlossenen Verfahren kann das Gericht die Bewilligung der Verfahrenkostenhilfe überprüfen.

Formular Antrag Verfahrenskostenhilfe